100+ Symptome in den Wechseljahren
Katastrophe.
Jeden Tag ein anderes Problem mit diesem Körper.
Keine Sicherheit mehr. Kein Vertrauen in die Selbstheilungskraft. Und auch keine Freude mehr an alltäglichen Dingen.
Ich war ungefähr 38, als es los ging.
Auf der nachmittäglichen Fahrt nach Viechtach fing es an: Ein Flimmern im Sichtfeld, geschlängelt und funkelnd wie ein Kaleidoskop.
Ich konnte punktuell nichts mehr sehen.
Und das mit drei Kindern im Auto.
In meinem Kopf nur die einzige Angst: „Bekomme ich jetzt einen Schlaganfall?“
Ich habe angehalten. Auf dem Parkplatz mitten im Dorf.
Die Kinder haben nichts mitbekommen. Sie haben sich miteinander unterhalten.
Irgendwann dann die Frage: „Mama, warum fahren wir nicht weiter?“
Meine Antwort darauf war nur ausweichend: „Gleich.“
Ich hoffte einfach, dass sich die flimmernde Schlange in meinen Augen wieder verzog.
Nach ein paar weiteren Minuten tat sie das auch. Wir fuhren dann weiter.
Ich hatte damals keine Ahnung, dass dies meine erste „Migräne mit Aura“ war.
Und nie hätte ich gedacht, dass dies ein erstes Symptom der beginnenden Wechseljahre sein könnte.
Ich war ja noch „viel zu jung“ für diese Phase.
Und:
Es ist nicht genau definierbar, wann und mit welchen Symptomen die Wechseljahre beginnen.
Jede Frau ist anders.
Das hat sich auch in meinen Beratungen gezeigt.
Deshalb habe ich mir diese Liste zusammengestellt:
Mehr als 100 Symptome, die durch die Hormonumstellungen im weiblichen Körper erscheinen können.
Sie ist sicher nicht vollständig und soll es auch nicht sein.
Diese Liste soll helfen, nichts zu übersehen.
Mehr nicht.
Zyklus und Blutung
- Unregelmäßiger Zyklus
- Verkürzte oder verlängerte Zyklen
- Stärkere Blutungen (➡️Flooding)
- Schwächere Blutungen
- Zwischenblutungen
- Schmierblutungen über längere Zeit
- Ausbleiben der Periode
Temperatur
- Hitzewallungen
- Nachtschweiß
- Plötzliches Frieren und Kälteschauer
- Mehr Schwitzen tagsüber
- Gesichtsröte
Herz und Kreislauf
- Herzrasen
- Herzstolpern
- Druckgefühl in der Brust
- Blutdruckschwankungen
- Erhöhter Puls
- Atemnot
Schlaf
- Einschlafstörungen
- Durchschlafstörungen
- Frühes Erwachen
- Schlaf, der nicht erholt
- Gedankenkreisen mitten in der Nacht
Psyche und Gefühle
- Stimmungsschwankungen
- Reizbarkeit, die dich selbst erschreckt
- Angstzustände
- Panik-Attacken
- Depressive Verstimmungen
- Innere Unruhe
- Wut oder Zorn
- Gefühl von Sinnlosigkeit
- Höhere Empfindlichkeit gegenüber „nervigen“ Dingen
- Weinerlichkeit ohne klaren Anlass
- Schneller gestresst als früher
- Verlust des Selbstvertrauens
- Antriebslosigkeit
- Innere Leere
- Rückzug in die innere Welt
Konzentration und Gedächtnis
- Nebel im Kopf, Brain Fog
- Vergesslichkeit
- Das Gefühl von „beginnender Demenz“
- Wortfindungsstörungen
- Verlangsamtes Denken
- Geringere Merkfähigkeit
- Das Gefühl, nicht mehr klar denken zu können
- Alltägliche Dinge nicht mehr ausführen können
Kopf
- Kopfschmerzen
- Migräne
- Augen-Migräne
- Schwindel
- Benommenheit
Blase, Scheide, Sexualität
- Vaginale Trockenheit
- Vaginale Atrophie (dünner werdendes Gewebe)
- Schmerzen beim Sex
- Libidoverlust
- Abgeschwächter oder veränderter Orgasmus
- Häufigeres Wasserlassen
- Plötzlicher Harndrang
- Belastungs-Inkontinenz beim Husten oder Lachen
- Häufigere Blasenentzündungen
Beckenboden und Unterleib
- Beckenbodenschwäche
- Gebärmutter- oder Blasensenkung
- Genitaler Juckreiz
- Häufigere Scheideninfekte, Pilze oder Bakterien
- Steißbein-Schmerzen
Muskeln, Gelenke, Knochen
- Gelenkschmerzen
- Morgensteifigkeit
- Muskelschmerzen
- Muskelverspannungen
- Abnehmende Muskelmasse
- Rückenschmerzen
- Schulterschmerzen bis hin zur Frozen Shoulder
- Nächtliche Wadenkrämpfe
- Abnehmende Knochendichte
- Knochenschmerzen, vor allem in den Beinen
Haut
- Trockene Haut
- Nasen-Trockenheit
- Juckreiz
- Dünner werdende Haut
- Kribbeln unter der Haut
- Verstärkte Faltenbildung
- Unreine Haut bis hin zu Akne
- Verschlechterte Rosacea
- Augenringe und Tränensäcke
- Wunden, die langsamer heilen
Haare und Nägel
- Haarausfall und dünner werdendes Haar
- Trockenes, sprödes Haar
- struppiges Haar
- Vermehrter Haarwuchs im Gesicht
- Brüchige Nägel
- Rillen in den Nägeln
Verdauung und Stoffwechsel
- Blähungen
- Völlegefühl
- Verstopfung
- Darmprobleme
- Gewichtszunahme, vor allem am Bauch
- Verlangsamter Stoffwechsel
- Heißhunger und Essgelüste
- Blutzuckerschwankungen
- Veränderte Cholesterinwerte
- Beginnende Insulinresistenz
- Wassereinlagerungen
- Alkohol wird „unverdaulicher“
Immunsystem
- Allergien
- Nahrungsmittel-Unverträglichkeiten
- Gefühl von „dauernder Erkrankung“
- erhöhte Infekt-Anfälligkeit
Mund und Zähne
- Mundtrockenheit
- Zungenbrennen
- Metallischer Geschmack
- Zahnfleischbluten und
- Zahnfleischprobleme wie Parodontose
- Empfindlichere Zähne
Sinne
- Trockene oder wässrige Augen
- Verschwommenes Sehen
- Ohrgeräusche und Tinnitus
- Verändertes Geschmacksempfinden
- Verändertes Geruchsempfinden
- Verändertes Lärmempfinden
- Geräusch-Empfindlichkeit (z.B. Kau-Geräusche vom Gegenüber)
Brust
- Brustspannen
- Schmerzende Brüste / Brustwarzen
- Juckreiz
- Empfindliche Brüste
- Veränderung von Größe und Form
- Knotenbildung
Nervensystem
- Kribbeln oder Taubheit in Händen und Füßen
- Restless Legs
- Stromschlaggefühl unter der Haut, oft kurz vor einer Hitzewallung
- Erschöpfung
Zwei Sachen noch
Erstens: Findest du dich hier in vielen Punkten wieder?
Dann erschrick nicht.
Du bist wahrscheinlich am Anfang einer Phase, in der dein Körper so ziemlich alles umstellt, was du bisher gewöhnt warst.
Und das kann sich eben an vielen verschiedenen Stellen gleichzeitig zeigen.
Und die zweite Sache, die genauso wichtig ist:
Die Symptome auf der Liste müssen nicht bedeuten, dass du „nur“ in den Wechseljahren bist.
Denn:
Alle diese Zeichen können auch bei anderen Erkrankungen auftreten.
Zum Beispiel bei:
- Schilddrüsenproblemen
- Eisenmangel
- Depression oder
- Diabetes
Deshalb:
Du sollst hinschauen und abklären lassen, statt es weiter auf „das Alter“, den „Stress“ oder die Wechseljahre zu schieben.
Und vor allem:
Es ist ganz egal, wie alt du bist.
Hormone können in jedem Alter aus der Reihe tanzen.
Und wenn du das weißt, dann bist du bereit für die Veränderungen.
Außerdem gibt es Hilfe und Unterstützung, ob mit ➡️bioidentischen Hormonen oder ➡️der Originalen Bowentechnik.
Genau das hätte mir damals nämlich auch geholfen.
Nicht die Diagnose „Migräne mit Aura“, sondern das Wissen, dass mein Körper nicht kaputt geht, sondern sich umstellt.
Für die Lebenszeit, die auf Bedeutung, Wirksamkeit und Identität ausgerichtet ist.
Und das ist keine Katastrophe.
Sondern ein ➡️Anfang.
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Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt deines Vertrauens.
